Der Wetteraukreis steht in Sachen Breitbandversorgung mit einer Übertragungsrate von mehr als 50 Mbit/s bundesweit auf einem der Spitzenplätze. Ende des vergangenen Jahres hat der TÜV Rhein-land alle 294 bundesdeutschen Landkreise untersucht. Der Wetteraukreis kam dabei auf Platz sechs nach den Landkreisen Hochtaunus, Main-Taunus, Städteregion Aachen und dem Rhein-Erft-Kreis.

Während im Hochtaunuskreis 96,3 Prozent aller Haushalte mit mehr als 50 Mbit/s versorgt sind, sind es im Wetteraukreis 93,4 Prozent, Tendenz weiter steigend. Landrat Jan Weckler zeigte sich erfreut über dieses Ergebnis. Jetzt müsse daran gearbeitet werden, um auch künftig vorne mit dabei sein zu können.

„Das ist ein gutes Ergebnis, aber wir sind uns bewusst, dass diese hohen Übertragungsraten mittels der so genannten Vectoring-technik erreicht wurde“, erläutert der Wetterauer Landrat. Anders als die Breitbandinfrastrukturgesellschaft Oberhessen (Bigo), die eigens für die Breitbandversorgung in der Wetterau und im Vogelsberg gegründet wurde, hat die Telekom, die letztendlich als Anbieter zum Zuge kam, keine Glasfaserkabel verlegt, sondern stellenweise die bestehenden Kupferkabel mittels Vectoring ertüchtigt. Allerdings gibt es hier eine natürliche Grenze, die nur durch die Verkabelung mit Glasfasern deutlich überschritten werden kann.

Bei der technischen Entwicklung muss man davon ausgehen, dass schon sehr bald deutlich höhere Übertragungsraten von über 100 Mbit/s für bestimmte technologische Anwendungen verlangt werden. Damit sind die bestehenden Kupferkabel perspektivisch überfordert. Deshalb muss jetzt auch verstärkt in die Verlegung von Glasfasern investiert werden. „Glücklicherweise haben wir gemeinsam mit der OVAG dafür gesorgt, dass bei allen Erdarbeiten Leerrohre verlegt werden, in die auch nachträglich noch ohne großen technischen Aufwand Glasfasern eingezogen werden können. Die Versorgung mit schnellem Internet ist ein immerwährender Prozess, bei dem man sich nicht auf dem Erreichten ausruhen kann. Daher blicken wir hoffnungsvoll nach Berlin, wo die Bundesregierung bereits neue Förderprogramme für den Breitbandausbau angekündigt hat.“, so abschließend Landrat Jan Weckler.

Quelle: wetteraukreis.de

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