Landrat Jan Weckler hat dieser Tage den Friedberger Künstler Raphael Rack in dessen Atelier besucht.

Landrat Jan Weckler hat dieser Tage den Friedberger Künstler Raphael Rack in dessen Atelier besucht. „Raphael Rack hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Künstler in der abstrakten Malerei in Deutschland entwickelt. Dass er hier in Friedberg sein Atelier betreibt und Friedberg und die Wetterau zum Sujet seiner Malerei macht, freut mich sehr.“

Raphael Rack ist ein mächtiger Mann, ein echter Kerl, wie man in Oberhessen sagen würde, fast zwei Meter groß, und groß sind auch die Bilder, die er malt. Ein Format von 200 mal 150 Zentimeter ist nichts Besonderes. Einige Bilder sind noch deutlich größer.

Was er auf die Leinwand zaubert, lässt den Betrachter immer wieder staunen und ganz eigene Assoziationen anstellen. Bis zu 40 Schichten Farbe bringt er auf: „Manchmal verfolge ich einen Plan, dann aber entwickeln sich die Bilder von ganz alleine. Sie bekommen ein Eigenleben.“

Die Grundidee legt Raphael Rack fest, indem er mit dem Pinsel verschiedene Farben aufbringt und dann immer wieder neue Farbschichten darüber legt und den richtigen Moment der Trocknung abwartet, um dann mit dem Rakel, den man sich wie eine große Kelle vorstellen kann, immer wieder Farbe abzunehmen. Je nachdem, wie stark der Rakel aufgesetzt wird, desto tiefer dringt er in die übereinander aufgetragenen Farbschichten ein.

Es gibt immer wieder einen Überraschungsmoment. Dabei entstehen oft organische Effekte, die manchmal zufällig entstehen. Die Komposition der Farben und die Möglichkeit, in diesen vielschichtigen abstrakten Bildern etwas ganz Eigenes zu erkennen, machen die Bilder von Raphael Rack regelrechtsympathisch.

„Hoffnung“ heißt eines der Bilder, das Raphael Rack eigens für den Wetteraukreis gemalt hat. „Es thematisiert die aktuelle Situation in der Welt, mit Krieg und Vertreibung, mit Flucht und der Suche nach einem besseren Leben, das manche Menschen in unserem Land finden, einem Land des Friedens und der Ruhe“, sagt Raphael Rack.

Interessant sind Racks Bilder aus einer ganz aktuellen Serie, die er als Auftragsarbeit für die Stadt Bad Homburg erarbeitet. Historische Gebäude werden von Raphael Rack außerordentlich realistisch, dennoch aber sehr verschwommen dargestellt. In einem zweiten Bild abstrahiert er das gleiche Thema, indem er nur bestimmte Elemente der verschiedenen Gebäude aufnimmt, etwa das Material des roten Sandsteins aus dem Gebäude der alten Post.

„Die gegenständliche Malerei hat mit der Erfindung der Fotografie ausgedient. Für mich als Künstler bringt das nichts mehr, zumindest dann, wenn ich die Technik beherrsche, auch gegenständlich zu malen“, und die beherrscht Raphael Rack bestens.

Landrat Jan Weckler zeigte sich sehr beeindruckt von den Werken von Raphael Rack. „Wir hatten schon vor einigen Jahren eine Ausstellung mit diesem Künstler, und ich würde gerne auch neuere Arbeiten von ihm bei uns im Kreishaus zeigen und diese Werke einem breiten Publikum präsentieren.“

Raphael Rack ist ein sehr fleißiger Künstler, der viel produziert und viel ausstellt. Allein in den letzten vier Jahren bringt er es auf annähernd 20 Einzelausstellungen, zudem noch mehrere Gruppenausstellungen, die klar machen, wie gefragt Raphael Rack ist. Ein wirklich Großer, der dennoch ein in der Wetterau verwurzelter bodenständiger Typ ist.

Quelle: Wetteraukreis

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