Die Herausforderungen an Feuerwehrleute im Brandfall sind extrem: große Hitze, verrauchte Räume, oft ist es dunkel oder gleißend hell, Hilfeschreie von Menschen, eine Situation, die extrem stressend ist. „Mit einer Atemschutzübungsstrecke können wir den Ernstfall simulieren. Wir können die Orientierungsfähigkeit und die Belastbarkeit unter realistischen Bedingungen trainieren“, berichtet Kreisbrandinspektor Lars Henrich.

Die kreiseigene Atemschutzübungsstrecke ist im Feuerwehrhaus Bad Nauheim untergebracht und wird mit Unterstützung des Kreisfeuerwehrverbands betrieben. Von den mehr als 3.900 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten im Wetteraukreis sind 1.700 Atemschutzgeräteträger. Das heißt, sie sind diejenigen, die im Brandfall ganz nah an das Geschehen gehen und Menschen aus verrauchten und brennenden Häusern retten.

Damit sie sich selbst nicht gefährden, müssen sie einmal im Jahr diese Atemschutzstrecke durchlaufen. Dazu gehört das oben genannte Übungslabyrinth, aber auch technische Belastungsgeräte mit elektronischer Überwachungs- und Steuermöglichkeit, wie etwa Fahrradergometer, Handergometer, Laufband und Stepper. Diese Geräte sind mittlerweile in die Jahre gekommen und auch das dazu gehörige EDV-Betriebsprogramm ist längst nicht mehr auf dem neuesten Stand. „Mit der Neuanschaffung wird die Dokumentation der Übungen erleichtert und der Nachweis der vorgeschriebenen Trainingseinheiten elektronisch erfasst“, erläutert Landrat Jan Weckler.

Wie Weckler weiter mitteilt, belaufen sich die Kosten für die Neuanschaffung der Geräte auf rund 34.000 Euro. „Ein Drittel davon übernimmt das Land, den Rest finanzieren wir aus Kreismitteln.“ Der Landrat nennt dies eine wichtige Investition in die Sicherheit der Einsatzkräfte der Feuerwehr. „Wir können froh sein, so gut ausgebildete Feuerwehrleute zu haben, ihr Engagement, ob ehrenamtlich oder hauptamtlich, kann gar nicht hoch genug gewürdigt werden.“

Quelle: Wetteraukreis

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