Das Deutsche Haus in Bad Nauheim hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Das Gasthaus, malerisch an der Kreuzung von Mittelstraße und Hauptstraße in unmittelbarer Nähe des Alten Rathauses am Marktplatz, im Herzen des ehemaligen Dorfes Nauheim gelegen, war schon im 18. Jahrhundert ein Ort der Gastlichkeit.

Unter dem Namen „Zum Lämmchen“ wurde die Gaststätte bis ins 19. Jahrhundert hinein betrieben, um dann in einen Dornröschenschlaf zu fallen. Aber nicht 100, sondern nur 40 Jahre währte die Unterbrechung. Dann wurde im Jahre 1882 das Lämmchen neu eröffnet, jetzt passend zur elf Jahre zurückliegenden Reichsgründung unter dem Namen „Deutsches Haus“.

Dieter und Ruth Jäckel, die das Deutsche Haus mittlerweile seit 1981 führen, haben die Gastwirtschaft in und um Bad Nauheim zu einer wahren Institution entwickelt. Neben selbst gekeltertem Apfelwein stehen verschiedene Hessische Spezialitäten auf der Speisekarte, der Biergarten lädt im Sommer zum gemütlichen Verweilen ein. Landrat Jan Weckler hat bei einem gemeinsamen Besuch mit Bürgermeister Klaus Kreß das Gasthaus besichtigt und einen Bewilligungsbescheid der Denkmalpflege des Wetteraukreises übergeben.

Das Fachwerkgebäude selbst stammte nachweislich aus dem 17. Jahrhundert. Aus dem Jahre 1650 datiert die erste urkundliche Erwähnung des Bauernhofes. Das beeindruckende Hoftor wurde im Jahre 1799 errichtet und ist mit seinen beiden Öffnungen mit Rundbogen, den Zierelementen und den Inschriften ein Blickfang, der das historische Erscheinungsbild der Gaststätte erheblich mitprägt.

Aufwändige Sanierungsarbeiten

2017 wurde das Fachwerk nach massiven Schäden aufwändig saniert. Das Hoftor musste aufgrund der hohen Kosten zunächst zurückgestellt werden. Um das Tor zu sichern, wurde es zunächst einmal abgestützt, jetzt ist die auf 25.000 Euro geschätzte Sanierung umgesetzt worden. „Mit einem Zuschuss in Höhe von 2.500 Euro wird der Wetteraukreis einen Beitrag für die Sanierung dieses historischen Hoftores leisten. Auch wenn dies nicht vielmehr als ein Tropfen auf den heißen Stein ist, möchten wir mit diesem Zuschuss vor allem die Wertschätzung für die Arbeit der Eigentümerfamilie Jäckel zum Ausdruck bringen“, sagte Landrat Jan Weckler bei einem Termin zusammen mit Bürgermeister Klaus Kreß.

Quelle: Wetteraukreis

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