Zwei Schulklassen der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) stellen ausgewählte, technische und gestalterische Arbeiten vor. Ihre inhaltliche Bandbreite reicht vom technischen Modell einer Abfüllanlage bis hin zur Skulptur, die den französischen Bildhauer Auguste Rodin zum Vorbild hat. Landrat Jan Weckler hat die Ausstellung heute eröffnet.

Die technischen Arbeiten, die in den Vitrinen ausgestellt sind, entstehen jeweils im zweiten Schulhalbjahr der 11. Klasse des Beruflichen Gymnasiums (Fachrichtung Mechatronik) an der JPRS. Zu sehen ist zum Beispiel ein Transportaufzug, ein Tor für eine Industriehalle, eine Hebebühne, eine Kugelbahn und vom aktuellen Schuljahrgang eine Abfüllanlage. Alles im „handlichen“ Vitrinenformat.

Am Anfang steht der Projektauftrag, zum Beispiel die Konstruktion und Herstellung des Prototyps einer Seifenblasenmaschine; ebenfalls in der Ausstellung zu bewundern. Die Maschine, deren Größe vorgegeben wird, soll unterschiedlich große Seifenblasen erzeugen, transportabel sein, aus korrosionsfesten Bauteilen bestehen und den Sicherheitsvorschriften genügen. Der Auftrag beschreibt den mechanischen und den elektrischen Teil des Projekts. Übrigens ist auch die Rezeptur für die Seifenblasenlösung Teil des Projektauftrags.

Vor der eigentlichen Arbeit gilt es, sich die handwerklichen und technischen Fertigkeiten anzueignen: Praktische Grundlagen der Metallbearbeitung und Elektrotechnik: Bohren, Sägen, Gewindeschneiden, Drehen, Fräsen, Schleifen, Schweißen, Aufbau und Analyse von Schaltungen, Umgang mit Messgeräten, elektrische Verbindungstechniken.

„Geplant und umgesetzt wird das Projekt in Gruppen von vier bis fünf Schülern und es geht dabei nicht nur um die technische Leistung“, sagt Thorsten Lux, IT-Beauftragter der JPRS, „Teamfähigkeit, Projektplanung und -dokumentation sind genauso wichtig.“

Projekt „Kunst anlehnen“ der Fachoberschule Gestaltung

Rund 30 Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse der Fachoberschule an der JPRS, Schwerpunkt Gestaltung haben sich während eines Schulhalbjahres mit Plastiken und Skulpturen verschiedener Kunstepochen auseinandergesetzt: von der Renaissance bis zur Neuzeit. Sie experimentierten mit unterschiedlichen Materialien und machten sich auf die Suche nach einem eigenen Thema. Dies konnte sich auf eine Epoche oder einen Künstler beziehen oder sich auch nur daran anlehnen. So entstanden aus Gips, Draht, Ton, Keramik, Karton und sogar Seife eigene Skulpturen: eine Plastik aus Ton mit Stacheldraht rundum, eine Skulptur aus Seife, dem Denker von Auguste Rodin nachempfunden, ein erträumter Burger aus Ton, eine Kriegerin aus Ton, eine Skulptur aus Gips, Federn, Acrylfarben und Plastikblume.

„Die Suche nach dem geeigneten Material war nicht gleich von Anfang an erfolgreich, es galt auch Frustration auszuhalten und dann kreativ nach einer Lösung zu suchen“, erzählt Klassenlehrerin Anna Brooke. Zur theoretischen Auseinandersetzung mit Kunstepochen und Künstlern kam die zusätzliche Aufgabe, die eigene Skulptur in einem fiktiven Ausstellungskatalog zu beschreiben.

Die Ausstellung der beiden Schulklassen der Johann-Philipp-Reis-Schule ist während der Öffnungszeiten der Kreisverwaltung zu sehen: Montag bis Mittwoch 8.30 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr, Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr, Freitag 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr

Quelle: Wetteraukreis

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