So viele Besucher hatte das Kunstgussmuseum in Hirzenhain schon lange nicht mehr. Mehr als 30 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung von Landrat Weckler zum Besuch des einzigartigen Museums am vergangenen Sonntag.

„Das Gute liegt oft so nah. Das, was die Museen der oberhessischen Museumslandschaft zu zeigen haben, ist wirklich außergewöhnlich“, so Landrat Weckler, der in der Winterzeit regelmäßig zu Museumsbesuchen einlädt. Bürgermeister Timo Tichai betonte, dass man Unterstützungen brauche für den laufenden Betrieb des Museums. Hier seien neben dem bürgerschaftlichen Engagement auch Bund, Land und Kreis gefragt. Jürgen Faust, der Vorsitzende des Vereins Kunstgussmuseum Hirzenhain, übernahm dann die Führung durch das Haus.

Die Geschichte Hirzenhains unterscheide sich maßgeblich von denen der anderen Dörfer in der Region. „Hirzenhain ist industriell geprägt. 1378 wurde erstmals Eisen in Hirzenhain gegossen. Das Erz wurde aus Pingen, handgegrabenen Löchern, gefördert und mit Holzkohle verhüttet. Jürgen Faust gab einen spannenden Einblick in die verschiedenen Techniken des Eisengusses, der mit Aufgabe des Kunstgusses im Jahre 2015 in Hirzenhain sein Ende fand. Dazwischen arbeiteten bis zu 1.000 Menschen für Buderus und fanden hier über lange Zeit ein Auskommen.

Gut eineinhalb Stunden dauert die Führung durch das Museum in Hirzenhain, „eine hoch interessante und kurzweilige Zeit zum Thema Kunstguss“, wie Landrat Weckler urteilte.

Am Sonntag, dem 17. Februar 2019, um 15 Uhr, lädt Landrat Jan Weckler bereits zum nächsten Museumsbesuch ein.
Dann geht es in eines der neuesten Museen des Wetteraukreises, das „Fossileum“ in Ortenberg-Selters.
Treffpunkt ist um 15 Uhr, Hauptstraße 36, Ortenberg-Selters, Parkplätze gibt es in den Nebenstraßen.

Quelle: Wetteraukreis

« Wetteraukreis gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus Kinder lernen schon früh ein Instrument »