Die Musikschule Friedberg arbeitet zusammen mit der Grundschule Fauerbach und bietet 45 Kindern der dritten und vierten Klassen zusätzlichen Musikunterricht an. Musiziert wird zum Teil auf Instrumenten, die mit Hilfe des Investitionszuschusses des Wetteraukreises angeschafft wurden. Landrat Jan Weckler hat sich dieser Tage ein Bild von den Fortschritten der Grundschülerinnen und Grundschüler gemacht.

Draußen ist es grau und regnerisch an diesem Nachmittag, von drinnen hört man Klänge von Gitarren, Querflöten, von Geigen, Trompeten, Keyboards und dazwischen die hellen Stimmen eines Kinderchores. Seit einem halben Jahr haben 45 Kinder der dritten und vierten Klasse der Grundschule Fauerbach zusätzlichen Musikunterricht, und den genießen sie sichtlich. Ermöglicht wurde das durch das Programm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern aus einkommensschwachen Familien oder mit Migrationshintergrund den kostenlosen Zugang zu einem Musikinstrument zu ermöglichen.

Zu diesem Zweck bot das Ministerium allen deutschen Musikschulen an, sich für ein solches Projekt zu bewerben. Die Musikschule Friedberg hat dies getan und bekam für die Grundschule Friedberg-Fauerbach den Zuschlag. „Wir sind eine ‚Musikalische Grundschule‘“, berichtet Claudia Henkel, Konrektorin der Schule und Musikkoordinatorin.

Nach der Vorstellung der Instrumente kamen schnell die Kinder zusammen, die, eingeteilt in Kleingruppen, an den Instrumenten ausgebildet werden. Das Besondere: Die Instrumente dürfen auch mit nach Hause genommen werden, damit auch daheim ordentlich geübt wird. Pedro, (8 Jahre), übt schon fleißig an der Trompete, genauso wie Leona, die sich ebenfalls für das Blechblasinstrument entschieden hat. Afra (9 Jahre) hingegen bevorzugt die Gitarre, die sie stolz in den Händen hält.

„Ich bin froh, dass wir diese feste Schulkooperation seit diesem Schuljahr mit der Grundschule Fauerbach haben und hoffe, dass das Projekt auch im kommenden Schuljahr fortgesetzt werden kann“, berichtet Musikschulleiter Michael Eberhardt.

Landrat Weckler jedenfalls zeigt sich begeistert. „Das Schöne an dem Projekt ist, dass die Kinder schon früh Instrumente kennenlernen können, zum Teil auch mit Instrumenten in Kontakt kommen, auf die sie von alleine gar nicht gekommen wären und die dann im Laufe der Zeit zu ihren werden. Die Bedeutung der musikalischen Früherziehung ist ohnehin bekannt. Sie ist wichtig für die soziale Entwicklung der Kinder. Sie lernen, einander zuzuhören und gemeinsam den richtigen Ton zu treffen.“

Quelle: Wetteraukreis

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