Um die Vielfalt der Wetterauer Museumslandschaft zu präsentieren, besucht Landrat Jan Weckler in den Wintermonaten mehrere Museen und lädt dazu öffentlich ein. Am gestrigen Sonntag (10. November) besuchte Landrat Weckler ein in Deutschland einzigartiges Museum. Das 50er-Jahre-Museum in Büdingen beherbergt Exponate aus einer spannenden, faszinierenden Zeit, die geprägt war von existenziellen Problemen eines schwer zerstörten Landes, aber auch von einer Aufbruchsstimmung und einem neuen Selbstwertgefühl.

Der Aufstieg des zerstörten Deutschlands zur zweitgrößten Industriemacht der Welt hatte einen Namen. „Wirtschaftswunder“ heißt diese spannende Zeit, die mit der Währungsreform 1948 begann. “Wie die Menschen gelebt haben, welche Freizeitbeschäftigungen sie hatten und welches Lebensgefühl, genau das kann man in dem von Walter und Else Arbeiter ins Leben gerufene Museum lebendig nachvollziehen“, sagte Landrat Jan Weckler bei dem Besuch und dankte Walter Arbeiter für die gewaltige Aufbauleistung, die zu einem wichtigen touristischen Highlight in Büdingen geführt hat.

Rund 200.000 Exponate aus der Wirtschaftswunderzeit zählt das Museum sein Eigen. Landrat Weckler brachte noch zwei weitere mit, nämlich eine „Bohnenschnippelmaschine“ und ein Etui für Füllfederhalter und Bleistift, gefertigt aus Pappe und so kunstvoll geprägt und gefärbt, dass es fast aussieht wie Leder.

Bürgermeister Erich Spamer betonte die Bedeutung des 50er-Jahre-Museums für Büdingen und die ganze Region. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dieses Museum zu erhalten.“

Das ist auch der Wunsch von Walter Arbeiter für das Museum, das in Kürze sein 20-jähriges Jubiläum feiert.

Quelle: Wetteraukreis

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