Die beiden Fußballer Helmut Schmid aus Bad Nauheim und Gerhard Sinner aus Kefenrod wurden mit dem diesjährigen Sportehrenpreis des Wetteraukreises ausgezeichnet. Im voll besetzten Plenarsaal des Friedberger Kreishauses würdigte Landrat Jan Weckler deren langjähriges Wirken. „Damit“, so Landrat Weckler, „werden zwei Lebenswerke geehrt.“

Helmut Schmid aus Bad Nauheim ist seinem heimischen VFL schon in den frühen 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts beigetreten. Mehrere Jahrzehnte war er als Fußballspieler aktiv. Seinen reichhaltigen Erfahrungsschatz gab der mittlerweile 78jährige in den 70er, 80er und frühen 90er Jahren als Jugendleiter an den Fußballnachwuchs weiter. Im Verein übernahm er weitere Ämter und war Ende der 70er Jahre Mitbegründer des Fußballvereins SV 06, der sich vom Eishockey-Hauptverein abspaltete. Auch bei der nicht einfachen Fusion der beiden Stadtteil-Fußballvereine SV 06 und SG Ostend zur Spielvereinigung 08 im Jahre 2008 stand er als Vorstandsmitglied mit Rat und Tat zur Seite. „Wenn es um Engagement für den Fußball gegangen ist, Helmut war immer da, heißt es in Fußballerkreisen“, führte Laudator Hans-Peter Knobloch, ehemaliger Verbandslehrwart in seiner Laudatio aus. Auch auf Kreisebene hat sich Helmut Schmid für den Fußball engagiert. 1987 wurde er Beisitzer im Kreisfußballausschuss, 1989 Kreiskassenwart und 1991 Vize-Kreis-Fußballwart. Zuvor hatte er das Amt des Ehrenamtsbeauftragten inne und kümmerte sich als Administrator um den Internetauftritt.

Das Wirken von Helmut Schmied wurde schon mehrfach ausgezeichnet, so unter anderem mit der goldenen Ehrenmedaille der Stadt Bad Nauheim sowie Ehrennadeln des Landessportbundes und der Verdienstnadel des Deutschen Fußballbundes.

„Gerhard Sinner aus Kefenrod ist in Fußballerkreisen bekannt wie ein bunter Hund. Er lebt für den Fußball und das über die Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus. Die Fußballerkarriere des knapp 70jährigen begann vor mehr als 50 Jahren bei seinem Heimatverein, dem TV 1908 Kefenrod. Er war nicht nur auf dem Rasen ein Aktivposten, sondern übernahm auch schnell Verantwortung in der Mannschaft und auch in der Vereinsarbeit“, erinnerte Laudator Matthias Kristek, Schiedsrichter beim Hessischen Fußballverband. Fast drei Jahrzehnte prägte Gerhard Sinner das Fußballgeschehen beim TV Kefenrod. 1980 verabschiedete er sich aus der aktiven Fußballerlaufbahn mit einem Abschiedsspiel, bei dem unter anderem Weltmeister Jürgen Grabowski auf dem Rasen und mehr als 1.000 Zuschauer an den Rängen dabei waren. In der Folge übernahm Gerhard Sinner das Amt des Trainers und führte dabei seine Mannschaft in die höchste Kreisliga. Darüber hinaus wirkte Gerhard Sinner mehr als 20 Jahre im Kreisfußballausschuss und war von 2002 bis 2017 Ehrenamtsbeauftragter. Auch Gerhard Sinners Wirken wurde schon geehrt, etwa mit der großen Verdienstnadel des Hessischen Fußballverbandes, der Ehrennadel in Silber des Hessischen Fußballverbandes und der Ehrenmitgliedschaft in seinem Heimatverein.

Landrat Weckler: „Sportler mit Vorbildcharakter!“

Landrat Jan Weckler lobte das ehrenamtliche Engagement von Helmut Schmid und Gerhard Sinner. „Sie sind und waren als Sportler und als Vereinsfunktionäre ein Vorbild. Dafür gebührt ihnen Dank und Anerkennung, die wir mit diesem Sportehrenpreis auch für andere sichtbar machen wollen.“

Auch Bad Nauheims Stadträtin Kerstin Eisenreich in Vertretung für Bürgermeister Klaus Kress und Rudolf Kessler, Bürgermeister der Gemeinde Kefenrod überbrachten persönlich ihre Glückwünsche in der von der Musikschule Friedberg musikalisch stimmungsvoll begleiteten Veranstaltung.
Einer der Höhepunkte, der von Beate Heid professionell moderierten Veranstaltung, war der Auftritt des 17jährigen Jannik Singpiel aus Linden-Leigestern. Mit seiner Fußballakrobatik vom Feinsten auf dem Parkett des Plenarsaals zu fetziger Musik begeisterte er die Gäste.

Gerhard Sinner bedankte sich für die Auszeichnung und vor allem für die Unterstützung aus der Familie, die auch in den nächsten Generationen dem Sport in verschiedenster Art und Weise verbunden ist. Einen Teil des Geldpreises will Gerhard Sinner dem Kindergarten in Kefenrod spenden.

Auch Preisträger Helmut Schmid dankte vor allem der Familie, die ihm den Rücken frei gehalten und sein ehrenamtliches Engagement erst ermöglicht hat.

Quelle: Wetteraukreis

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