Als authentisches Zeugnis der Trinkkur soll der Ausschankbrunnen der Trinkkuranlage in Bad Nauheim restauriert werden.

Als authentisches Zeugnis der Trinkkur soll der Ausschankbrunnen der Trinkkuranlage in Bad Nauheim restauriert werden. Landrat Jan Weckler hat dieser Tage einen Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro für die Erstellung eines Konzeptes bewilligt, auf dessen Basis die Restaurierungsarbeiten umgesetzt werden sollen.

Charakteristisch für die Trinkkuranlage, die 1910/11 errichtet wurde, ist die sich kongenial mit der städtebaulichen Situation verbindende Architektur. Als Ort der Kontemplation zeigt sich die Trinkkuranlage als nach außen geschlossen und nach innen ursprünglich weitgehend offene Stätte der Begegnung.

Mit einer Architektur der Einbindung in die Umgebung, der Freiflächen bis hin zur Bauplastik und der Ausstattung bis ins Detail ist der Gebäudekomplex der Trinkkuranlage ein beeindruckendes und international beachtetes Beispiel der Jugendstilarchitektur.

„Aus Sicht des Denkmalschutzes muss dieses Kulturdenkmal als herausragende geschichtliche Quelle mit dem ganzen noch vorhandenen Reichtum seiner Authentizität erhalten werden“, sagte Landrat Jan Weckler im Gespräch mit Bürgermeister Klaus Kreß.

Allerdings ist im Laufe des vergangenen Jahrhunderts einiges von der wertvollen Ausstattung verloren gegangen. So gab es neben dem Kurbrunnen und dem Ausschankbrunnen noch sechs kleinere Quellenauslässe im Bereich der ehemals offenen Wandelgänge. Auch die Gurgelräume mit ihrer originalen Ausstattung sind nicht mehr erhalten. Der Ausschankbrunnen ist zwar erhalten, weist aber erhebliche Schäden auf. Originalbecken fehlen, die wertvollen Scharvogelfliesen sind zum Teil gerissen, abgeplatzt oder fehlen ganz. Besucherinnen und Besucher, die noch immer von den Quellen Bad Nauheims kosten können, sollen aber auch künftig die besondere Ausgestaltung erleben können.

„Ich bin froh, dass sich der Kur- und Servicebetrieb der Stadt Bad Nauheim entschlossen hat, das Herzstück der Trinkhalle instand zu setzen, den Bestand zu sichern und so zu ergänzen, dass wieder ein stimmiges Gesamtbild entsteht“, sagt Landrat Jan Weckler.

Um möglichst viel der Originalsubstanz erhalten zu können und sich der Historie möglichst weitgehend wieder annähern zu können, ist eine genaue Analyse des Bestands und die Entwicklung eines qualifizierten Konzeptes zur Restaurierung erforderlich, erläuterte Bürgermeister Klaus Kreß. Die Kosten hierfür liegen bei rund 13.600 Euro. Dazu möchte der Wetteraukreis mit dem Zuschuss aus Mitteln des Denkmalschutzes einen kleinen Beitrag leisten“, so Landrat Weckler.

Quelle: Wetteraukreis

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