Im Mai dieses Jahres hat der Wetteraukreis zusammen mit acht anderen Landkreisen und den Städten Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Wiesbaden sowie dem Regionalverband FrankfurtRheinMain eine Absichtserklärung zur Bildung der Gigabitregion FrankfurtRheinMain unterzeichnet.

Ziel ist es, gemeinsam beim glasfaserbasierten Breitbandausbau vorzugehen und jedes Unternehmen und jeden Haushalt zu fairen Preisen anzuschließen. „Damit“, so Landrat Jan Weckler, „haben wir die Weichen für die digitale Zukunft der Region gestellt und schaffen die Basis für die Innovationen von morgen.“

Für die strategische Koordination wurde der Steuerungskreis „Gigabitregion FrankfurtRheinMain“ eingerichtet. Er fungiert als Lenkungs- und Entscheidungsgremium. In dem Steuerungskreis sind alle Projektteilnehmer vertreten und beraten über die weiteren Schritte zur Realisierung des Vorhabens.

Zunächst findet eine Markterkundung zur Identifizierung interessierter Telekommunikationsunternehmen statt. Das können Einzelinteressenten sein oder auch Konsortien. Nach einem Auswahlverfahren soll dann mit der Privatwirtschaft ein entsprechender Kooperationsrahmenvertrag geschlossen werden.

Anschließend erfolgt der Aufbau einer regionalen Organisationsstruktur, die den flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes bis zu den Gebäuden selbst koordiniert. In der anschließenden Umsetzungsphase findet der flächendeckende privatwirtschaftliche Breitbandausbau mit dem Kooperationspartner statt. Dazu sollen Fördermittel für die eigenwirtschaftlich unattraktiven Gebiete akquiriert werden. Ziel ist es, einen flächendeckenden Breitbandausbau in der gesamten Region zu erreichen.

Landrat Weckler: Breitband stärkt ländlichen Raum

„Konkret bedeutet dies, alle Industrie- und Gewerbegebiete möglichst bis 2025 anzuschließen. Zu diesem Zeitpunkt sollen mindestens 50 Prozent der Privathaushalte angeschlossen sein. Ein Wert, der auf 90 Prozent bis zum Jahre 2030 angehoben werden soll. In der ersten Projektphase wird mit jährlichen Kosten von rund 200.000 Euro gerechnet. Auf den Wetteraukreis entfallen damit 20.000 Euro. Sobald die Umsetzungsphase des Projektes beginnt und in die Hände der zu gründenden Gigabitgesellschaft übergeben wird, werden die finanziellen Beträge neu verhandelt“, erläutert der Wetterauer Landrat.

Landrat Jan Weckler ist zuversichtlich, dass mit der Initiierung der Gigabitregion auch der Wetteraukreis erhebliche Vorteile haben wird. „Letzten Endes hängt es auch von der Breitbandversorgung ab, den ländlichen Raum weiter zu stärken. Hier werden Perspektiven geschaffen, die die Niederlassung potenzieller Arbeitgeber fördert und gleichzeitig auch die Möglichkeiten für einen häuslichen Arbeitsplatz erleichtert.“

Quelle: Wetteraukreis

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